Jahresbilanz 2017: „Große Vorfreude ist ein Grund für unsere Enttäuschung“

Halle Westfalen. 21. Dezember 2017. Vorsitzender Landrat Sven-Georg Adenauer zieht eine fast tagesaktuelle Jahresbilanz für den Verein Aktionsbündnis A33 sofort: „Eigentlich hätten wir am morgigen Freitag die Eröffnung des Teilstücks von Ummeln nach Künsebeck feiern wollen. Schade, dass wir darauf jetzt noch weitere Wochen warten müssen.“

Fünf Jahre sind vergangen seit dem ersten Spatenstich im Dezember 2012. Bis vor wenigen Wochen galt der Bau der A33 zwischen Ummeln und Künsebeck noch „im Plan“, dann zogen die Bauverantwortlichen von Straßen.NRW in Bielefeld die Reißleine für den avisierten Eröffnungstermin. Grund war ihre Einschätzung, dass die für den Bau der Lärmschutzwände zuständige Firma nicht mehr so rechtzeitig fertig werden kann, dass die danach noch nötigen Arbeiten passend zum Termin abgeschlossen werden können.

Der Vorstand des Aktionsbündnisses wurde von einzelnen Mitgliedern kritisiert für ein vermeintliches Zuviel an Verständnis (siehe Meldung). Dazu Adenauer: „Wir wussten schon Wochen vorher, dass es bei den Lärmschutzwänden eng werden kann. Wir waren aber auch sicher, dass die Bauleiter alles daran setzen, die beauftragte Firma zu bewegen.“ Bei jedem Bauprojekt, so der Landrat, gebe es im Zeitplan einen „Point of no return“, also ein Datum, an dem ein geplanter Eröffnungstermin abgesagt und verschoben werden muss.

Der erlebte Fall, dass ein einziger Baubeteiligter einen solchen wichtigen Termin kippen könne, zeige jedoch einmal mehr, wie abhängig die Verantwortlichen sind. „Natürlich waren wir enttäuscht, als der lange erwartete erste Eröffnungstermin abgesagt wurde. Und wie. Wir haben uns genauso wie viele andere sehr auf die erste Verkürzung der Lücke gefreut“, gab Adenauer zu. Jedoch müsse man festhalten, dass die große Vorfreude wohl mit ein Grund für die große Enttäuschung gewesen sei.

Aber wissend darum, dass der Austausch eines Baubeteiligten noch viel mehr Zeitverzug mit sich gebracht hätte, mache es aber wenig Sinn, die Bauleitung zu schelten: „Wir haben nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Verantwortlichen von Straßen.NRW die A33-Lücke genauso schnell schließen wollen wie wir.“

Grundsätzlich ist das Aktionsbündnis zufrieden mit dem Baufortschritt der A33. Bis zum endgültigen Lückenschluss – geplant für Ende 2019 – zeigt der Countdownzähler derzeit noch gut 700 Tage. „Wir werden täglich wachsam bleiben und eingreifen, wo und wann immer wir etwas bewegen können“, versprach der Vorsitzende des Aktionsbündnisses.

Landrat Sven-Georg Adenauer zieht als Vorsitzender des Vereins Aktionsbündnis A33 sofort eine überwiegend positive Bilanz des Jahres 2015.

Landrat Sven-Georg Adenauer zieht als Vorsitzender des Vereins Aktionsbündnis A33 sofort eine durchwachsene Bilanz des Jahres 2017.

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