„A33 wird ein Bindeglied zwischen den Regionen“

Halle Westfalen. 4. April 2018. Auf einem Plakat stand „A33 ENDLICH“, auf anderen „A33 jetzt“ und auf ein paar Buttons „A33 sofort“: „Hier und heute kann man gut erkennen, dass die A33 von den Menschen gewollt ist“ brachte Hendrik Wüst, neuer Verkehrsminister von NRW, auf den Punkt. Weit mehr als 2.000 Menschen aus dem Norden des Kreises Gütersloh kamen heute am frühen Nachmittag zur offiziellen Verkehrsfreigabe des A33-Abschnitts von Bielefeld über Steinhagen an die neue Auf- und Abfahrt „Künsebeck“. 

„Wer eine neue Straße will, braucht eine starke Stimme“, sagte Wüst in einem Festzelt, das aus allen Nähten zu platzen drohte. Er dankte damit den Autobahnbefürwortern wie dem Aktionsbündnis A33 sofort: „Ihr Engagement ist beispielgebend für ein neues Bündnis für Mobilität in unserem Land.“ Sein Dank galt aber auch den Landwirten, den Nachbarn der Autobahn, den geduldigen Anliegern der B68 sowie den Städten und dem Kreis.

Machten mit ganz vielen Scheren den Weg auf dem neuen A33-Abschnitt frei: (von links) Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Landrat Sven-Georg Adenauer, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Thomas Rensing, Regionalleiter von Straßen.NRW.

In NRW soll es vorangehen

Wüst berichtete, dass man sich im neuen Kabinett in Düsseldorf einig sei, dass die Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur im verkehrsreichsten Bundesland eine maximale Priorität habe. Viel Arbeit sei nachzuholen, 50 Ingenieure habe man bereits neu eingestellt. Er versprach: „Wir nutzen jede Chance, die uns der Bund gibt. Denn wir wollen, dass es vorangeht in NRW.“ Bis 2030 sollen rund 14 Milliarden Euro in NRW verbaut werden.

Zum zweiten Mal an der A33: NRWs neuer Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) dankte den Befürwortern der Autobahn.

Lebensader für die Wirtschaft

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollte sich die erste Autobahn-Verkehrsfreigabe seiner noch jungen Amtszeit nicht entgehen lassen. Er nannte die A33 ein „Infrastruktur-Upgrade für die Region“ und lenkte den Blick der Besucher darauf, dass die Autobahn eine „Reinvestition ihrer Steuergelder“ Grund für ein solches Volksfest sei. 2019 solle die neue Straße ein Bindeglied zwischen den Regionen sein, auch eine neue Lebensader für die Wirtschaft im heimischen Raum. Scheuer wünschte „allzeit unfallfreie Fahrt.“

Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollte sich die erste Verkehrsfreigabe seiner Amtszeit nicht entgehen lassen.

Besonderer Tag für „Boomland“ OWL

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kam eigens aus Aachen nach Künsebeck um einen „besonderen Tag für Ostwestfalen Lippe mitzufeiern.“ OWL sei längst nicht mehr ländlicher Raum in NRW, sondern Industrieland und Boomland mit einer Million Beschäftigten in mehr als 150.000 Unternehmen. Laschet versprach, auf die Macher von Schulbüchern einzuwirken, dass sie NRW nicht länger in Ruhrgebiet und Bauernland teilen, sondern die Stärken OWLs, des Münsterlands und Südwestfalens den Kindern näher bringen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will die Region OWL als „Boomland“ und „Industrieland“ neu verortet wissen.

Schönster Tag für den Landrat

Für Landrat Sven-Georg Adenauer, Vorsitzender des Aktionsbündnis A33 sofort, ist es „der schönste Tag meiner Amtszeit und ein toller Erfolg für die Menschen und die Wirtschaft im Norden des Kreises.“ Die Reden der Minister aus Berlin und Düsseldorf hätten seine Erwartung noch einmal bestätigt, „dass wir uns die letzten Tage im Dezember 2019 zur Feier des finalen A33-Lückenschlusses freihalten können.“

Freuten sich über ein schwarz-rot-goldenes Erinnerungsstück: (von links) NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Landrat Sven-Georg Adenauer und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

„Ab heute zeigt sich der Nutzen“

Thomas Rensing, als Regionalleiter von Straßen.NRW Gastgeber des Nachmittags, ergriff die Chance, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Baufirmen und ihren Mitarbeitern für Mühen und Einsatz zu danken: „Die Verkehrsfreigabe eines Autobahnabschnittes ist für uns ebenso selten wie besonders, denn das ist der Tag, an dem sich der Nutzen der neuen Straße zeigt.“

Thomas Rensing, Regionalleiter von Straßen.NRW, war der Gastgeber der Verkehrsfreigabe.

Erster Mega-Stau an der neuen Ausfahrt

Mit dem Ende der Feierstunde erlebte der neue Autobahnabschnitt seinen ersten Mega-Stau: Hunderte von Gästen, die mit ihrem Auto westlich der beiden Schnatweg-Kreisel auf der südlichen Fahrbahn der A33 geparkt hatten, standen bei der Ausfahrt bald eine Stunde im Stau, bis sich der Knoten gelöst hatte.

Platze fast aus allen Nähten: das Festzelt, das unter der Brücke Schnatweg aufgebaut worden war. Hunderte drängten sich an den Außenseiten des Zeltes, um die Festreden zu hören.

Freuen sich über so viel Rückhalt für den Straßenbau in der Bevölkerung im Kreis Gütersloh: Ministerpräsident Armin Laschet, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein NRW-Kollege Hendrik Wüst mit einem Schild „A33 ENDLICH“.

Jeder wollte dabei sein: Rund um die Verkehrsfreigabe war es mächtig eng.

Hunderte der Besucher standen nach der Feiererstmal für gut eine Stunde im Stau.

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