A33-Freigabe in 2017 nicht mehr möglich

Genau vier Wochen vor dem erwarteten Eröffnungstermin platzt die Bombe: Eine Freigabe der A33 zwischen Bielefeld und Steinhagen ist in diesem Jahr nicht mehr möglich. Zu diesem Ergebnis kamen heute Morgen die Verantwortlichen von Straßen.NRW. Als neuer Termin wurde „Frühjahr 2018“ genannt.

Ursache ist eine der Baufirmen, die nach Einschätzung der Bauleitung jetzt nicht mehr so rechtzeitig fertig werden kann, dass weitere Beteiligte die davon abhängigen Arbeiten bis Weihnachten erledigen können. Die Verantwortlichen bei Straßen.NRW in Bielefeld dürfen aus vertragsrechtlichen Gründen nicht sagen, um welches Gewerk und welche Firma es sich handelt. Vertragsrechtliche Schritte gegenüber der beauftragten Firma wurden bereits unternommen, um auf die Einhaltung des Vertrages und damit auf die Fertigstellung hinzuwirken. Dennoch ist nach Einschätzung der Projektleitung von heute eine Freigabe in 2017 nicht mehr zu erreichen.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss müssen für eine Verkehrsfreigabe alle Gewerke fertiggestellt sein, erläutert Sven Johanning von Straßen.NRW in Bielefeld. Da die Maßnahmen aufeinander aufbauen, können viele Arbeiten erst erledigt werden, nachdem andere abgeschlossen sind. So kann die Fahrbahnmarkierung erst dann durchgängig aufgebracht werden, wenn die Fahrbahn komplett frei von anderen Bautätigkeiten ist. Auch Schutzsysteme wie Leitplanken und Betonschutzwände können erst gebaut werden, nachdem dahinter die Lärmschutzanlagen errichtet sind.

Somit entfällt der von vielen für den 22. Dezember erwartete Eröffnungstermin. Als neuer Termin für die A33-Verkehrsfreigabe der A33 wird Frühjahr 2018 genannt. Ein genaueres Datum könne wegen des bevorstehenden Winters und des zu erwartenden schlechten Wetters derzeit nicht benannt werden, so Sven Johanning.

Das Aktionsbündnis A33 sofort e.V. zeigt volles Verständnis für die heutige Entscheidung der Bauleitung bei Straßen.NRW. Vorsitzender Landrat Sven-Georg Adenauer: „Wir wissen, dass der Lückenschluss dadurch nicht gefährdet ist.“ Aber die Verzögerung dieses wichtigen Freigabetermins beweise auch, wie labil ein Bauzeitenplan im Detail sei. „Der A33-Bau ist ein Puzzle aus vielen Tausend Teilen. Deshalb kann der aufgrund vieler laufender Straßenbauprojekte im Land ambitionierte Zeitplan nur gehalten werden, wenn jeder Einzelne der Beteiligten seine Ziele erreicht“, so Adenauer.  

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